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Tipps zur Wohnraumplanung

Tipps zur Wohnraumplanung

Sie haben sich entschlossen, Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus einen neuen Anstrich zu verpassen? Oder Sie sind gerade umgezogen und wissen noch nicht so recht, womit Sie bei der Wohnraumplanung in Ihrem neuen Zuhause beginnen sollen? Oder möchten Sie zunächst mal nur dem Wohnzimmer ein neues Gesicht geben? Egal, in welcher Situation Sie sich befinden: es gibt ein paar grundsätzliche Überlegungen, die man anstellen sollte, bevor es ans Werk geht. Hier gibt es Tipps zur Wohnraumplanung.

Tipps zur Wohnraumplanung

Machen Sie eine Bestandsaufnahme

Betreten Sie den Raum. Was fällt Ihnen im ersten Moment auf? Falls Sie das Zimmer schon länger bewohnen, versuchen Sie, sich an Ihren damaligen ersten Eindruck zu erinnern. Wir neigen dazu, uns auch an die merkwürdigsten Dinge zu gewöhnen, weshalb Ihnen vielleicht inzwischen gar nicht mehr auffällt, dass die Dielen furchtbar abgewetzt sind.

Ist der Raum besonders schmal geschnitten, wie sind die Lichtverhältnisse, wie viele Fenster hat er und wie sind sie verteilt? Ist er besonders niedrig, wie sieht es mit den Stellflächen für Möbel aus?

Notieren Sie alles, was Ihnen spontan auffällt, ohne jetzt schon über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken oder auszurechnen, wie viele Wochen Sie für das Abschleifen der Dielen arbeiten müssten. Wohnraumplanung beginnt idealer weise mit einem Brainstorming!

Versuchen Sie auch, einen gefühlsmäßigen Eindruck des Raums zu bekommen. Fühlen Sie sich hier wohl oder würden Sie jetzt doch lieber einen Spaziergang machen? Und woran könnte es liegen, dass Sie hier entweder gern verweilen oder lieber die Flucht ergreifen würden?

Dabei kann es sich durchaus um Gründe handeln, die leicht zu ändern sind. Vielleicht fühlen Sie sich von dem massigen Buffet- einem alten Familienerbstück- schlichtweg erschlagen, weil es den Raum dominiert und Sie bisher in jede neue Wohnung begleitet hat, obwohl Sie es gar nicht so recht mögen? Da wäre die Überlegung angebracht, sich von den guten Stück doch einmal zu trennen, um mehr Freiraum für Ihre eigenen Ideen zu schaffen. Oder bringen Sie das nicht übers Herz? Dann wäre der Aufwand, dem Stück einen neuen Anstrich zu gönnen, womöglich eine Alternative.

Elementare Entscheidungen

Nach dieser Bestandsaufnahme ist es sinnvoll, sich über die elementaren Dinge Gedanken zu machen, die entweder veränderlich sind oder mit denen man sich irgendwie arrangieren muss.

Haben Sie beispielsweise zwei riesige Fensterfronten im Raum, so mögen diese zwar sehr mächtig wirken, aber Sie werden sie nicht zumauern können, um ein kuscheligeres Ambiente zu schaffen. Sie können diesen Umstand aber erkennen und andere Schwerpunkte setzen, um ihn auszugleichen oder die Fenster einfach entsprechend zu dekorieren.

Oder ist der Raum, im Gegenteil, zu dunkel?

Welche grundsätzlichen Möglichkeiten gibt es, mehr Licht in ein zu dunkles Zimmer zu bringen? Gibt es womöglich eine massive Tür, die den Raum zusätzlich verfinstert und die man durch eine Glastür ersetzen könnte? Oder sehen Sie die Verbesserungschancen schon darin, das Interieur freundlicher und luftiger zu gestalten, als es derzeit ist? Falls nicht, besteht noch die Möglichkeit, aus der Not eine Tugend zu machen und die dramatische Wirkung eines finsteren Raumes durch entsprechende Möbelauswahl, Wandgestaltung und Beleuchtungsakzente zu unterstreichen.

Ist in dem Raum ein Kaminanschluss und Sie haben die hohen Energiekosten für die Fernheizung satt? Dann wäre es eine Überlegung wert, sich mit dem Schornsteinfeger in Verbindung zu setzen und die Möglichkeit zu besprechen, einen Ofen aufzustellen. Es gibt eine Riesenauswahl an Modellen verschiedenster Stilrichtungen.

Jetzt ist auch Gelegenheit, sich über die Nutzung des Raums Gedanken zu machen. Ist es ein reiner Freizeitraum zum Entspannen, Lesen und Fernsehen? Wollen Sie dort ein Hobby ausüben, wofür Sie einen separaten Tisch brauchen? Hat es Sie bislang immer gestört, dass am selben Tisch gegessen und genäht wird? Sollte man dann entweder das Nähen oder das Essen auslagern? Oder ist der Raum groß genug, um ihn in verschiedene Bereiche zu teilen? Besteht die Möglichkeit und wäre es sinnvoll, aus zwei nebeneinander liegenden Zimmern eins zu machen oder einen großen Durchbruch zu schaffen? Wie sieht es damit unter baulichen und- bei Mietwohnungen- rechtlichen Aspekten aus?

Parallel zu diesen Überlegungen kommt auch Ihr finanzielles Budget ins Spiel. Setzen Sie sich einen Rahmen, falls der sich nicht von alleine setzt. Versuchen Sie, innerhalb dieses Rahmens Prioritäten zu setzen. Falls Sie merken, dass der Anschluss eines Ofens doch mehr kostet, als gedacht, steht eine Entscheidung an: Ist er für Ihr Wohlgefühl ein entscheidender Faktor, so werden Sie sich vielleicht doch mit den alten Dielen arrangieren und sich ab sofort umschauen, welche günstigen Teppiche, die Ihrem Geschmack entsprechen, man denn so bekommt.

Erst nach der Klärung all dieser grundsätzlichen Dinge ist es sinnvoll, sich an die gestalterischen Bereiche der Wohnraumplanung zu machen. Was nutzt Ihnen eine Wand, die Sie mit der lang gesuchten Tapete verschönert haben, wenn Sie sich bei näherer Betrachtung doch dazu entschließen, die Wand lieber rauszureißen?

Noch ein Tipp

Dokumentieren Sie Ihr sämtlichen Eindrücke, Ideen und Planungen am besten in einem separaten Ordner. So bewahren Sie die Übersicht und es geht nichts verloren.

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