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Moos im Rasen – Anleitung zum Entfernen
Moos im Rasen

Moos im Rasen – Anleitung zum Entfernen

In jedem neuen Jahr zeigt sich ein bekanntes Bild. Noch vor wenigen Monaten war der Rasen dicht grün, doch jetzt zeigen sich mehrere Moosbilder. Damit der Rasen im Sommer wieder in seiner vollen Pracht steht, muss man rechtzeitig handeln und das Moos im Rasen entfernen. Nur dann können die Grashalme wieder dicht wachsen. Wie das geht, ist nachfolgend beschrieben.

Es gibt verschiedene Gründe, warum der Rasen von Moos durchzogen wird. In den meisten Fällen lässt sich die Ursache darauf zurückführen, dass die Bedingungen für den Rasen nicht perfekt sind. Nur bei schwachem Gras schafft es das Moos sich im Rasen durchzusetzen. Saurer Boden, zu viel Schatten oder ein Pflegefehler sind meist für eine vermehrte Moosbildung verantwortlich.

Vor dem Vertikutieren düngen

Um das Moos im Rasen auf Dauer aus dem heimischen Grün zu verbannen, muss man es als erstes entfernen. Mit einem Vertikutierer schafft man diese Arbeit am besten und am leichtesten. Das Gras braucht außerdem ausreichend Nährstoffe, um sich von der Moosbeseitigung so schnell wie möglich zu erholen und um nachwachsen zu können. Daher sollte man die Grünfläche vor dem Düngen Vertikutieren und kurz danach mähen. Der beste Zeitraum dafür ist im April, sobald sich die ersten Blumen zeigen und die ersten Knospen auf den Bäumen wachsen. 

Sofern im Grün keine besondere Mangelerscheinung zu sehen ist, kann man Rasenlangzeitdünger einsetzen, der den Rasen über mehrere Monate mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Stickstoff regt das Graswachstum an, Phosphor kräftigt die Wurzeln und Kalium sorgt dafür, dass die Halme wiederstandfähiger werden.

Wie vertikutiert man richtig?

Eine trockener Rasen ist beim Vertikutieren Pflicht. Die Messerwelle ist mit Widerhaken ausgestattet, die sich senkrecht in die Grasnarbe eingraben und reißen Flechte und Moose aus dem Boden. Entscheidend dabei ist es, dass die Messer nicht tiefer als drei Millimeter in den Boden eindringen, da der Rasen andernfalls, zu viel Schaden nimmt. Das beste Ergebnis erzielt man, wenn man gleichmäßig in Längs- und anschließend in Querrichtung über die Fläche arbeitet. Bei gepflegtem Rasen oder kleinen Grünflächen reicht es aus, wenn man nur in eine Richtung vertikutiert. Die kahlen Stellen werden nach dem Vertikutieren nachgesät. Für diesen Zweck gibt es spezielle Samenmischungen, die zum Ausbessern von Rasenschäden vorgesehen sind.

Die Grashalme werden durch das Vertikutieren ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, aber die frische Belüftung mit der Lüfterwalze bzw. einer Luftgabel und mit der richtigen Pflege erholt sich das Gras sehr schnell wieder. Durch das Lüften wird dafür gesorgt, dass die eng verwachsenen Rasenwurzeln aufgelockert werden. Zudem gelangt durch die aufgelockerte Erde das Wasser besser an die Wurzeln, wodurch Staunässe vermieden wird. Das Durchlüften kann man das ganze Jahr über durchführen. Wer den Rasen vertikutieren möchte, sollte hier einen Zeitraum im Frühjahr oder im Spätsommer beachten. 

Bei Eisendünger ist Vorsicht geboten

Viele Gartenbesitzer greifen bei Moos im Rasen gerne auf Moosvernichter zurück, diese haben eine Basis von Eisensulfat. Das Eisensalz sorgt dafür, dass das Moos im Rasen abstirbt und wirkt gleichzeitig als Dünger. Allerdings hat Eisendünger auch große Nachteile. Wenn reines Eisensulfat genutzt wird, muss man aufpassen, dass das Düngemittel nicht auf Steinplatten oder auf die Kleidung kommt, ansonsten könnten Flecken zurückbleiben.

Darüber hinaus ist das Tragen von Handschuhen angeraten und der Kontakt mit Augen oder Haut sollte unbedingt vermieden werden. Besonders bei Feuchtigkeit ist der Eisendünger stark reizend. Daher sollten Kinder und Haustiere nach dem Aufbringen von der Rasenfläche ferngehalten werden, da das Eisensulfat beim Verschlucken gesundheitsschädlich ist.

Nach dem Auftragen des Moosvernichters dauert es rund eine Woche, bis das Moos im Rasen abgestorben ist. Im Anschluss kann das Moos im Rasen mit einer Harke, mit einem Rechen oder mit einem Vertikutierer entfernt werden. Mit dem Nachsäen sollte man ungefähr zwei Wochen warten, da das Gras andernfalls schlechter anwächst. Wer nicht so lange warten möchte oder keine Chemie nutzen möchte, kann den Rasen mit dem Vertikutierer belüften.

Kalken beugt Moosbefall vor

Wenn ein zu saurer Boden Ursache für den Moosbefall ist, ist Kalken eine sehr gute Möglichkeit, um den Moosbefall zu verhindern. Testsets für eine Analyse des Bodens gibt es in jedem Gartencenter.

Je nach pH-Wert und Beschaffenheit des Bodens muss der Kalk dosiert werden. Bei einem leichten, sandigen Boden braucht man weniger Kalk. Für einen leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 ist 150 Gramm pro Quadratmeter ausreichend. Lehmiger Boden braucht ungefähr die doppelte Menge pro Quadratmeter. Ab einem pH-Wert von mehr als 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden.

Ob der Boden sauer ist, kann man meist schon am Bewuchs erkennen. Vorhandensein von Klee deutet auf einen basischen Boden hin, in diesem Fall sollte nicht gekalkt werden. 

Staunässe im Rasen mit Sand verhindern

Sollte sich trotz aller Präventionsmaßnahmen Moos im Rasen breit gemacht haben, ist die Ursache wahrscheinlich Staunässe. Vor allem bei lehmigem Boden kann es im Laufe der Zeit passieren, dass sich die obere Erdschicht stark verdichtet, sodass das Wasser nicht in die tiefen Schichten des Bodens sickern kann. Dagegen hilft das Einarbeiten von Sand in den Erdboden, diesen Schritt macht man besten bereits beim Anlegen des Rasens. Es kann auch helfen, wenn man nach dem Vertikutieren Sand auf die Fläche bringt.

Moos im Schattenrasen verhindern

Wenn die schattige Lage Schuld am Moosbefall ist, ist es entscheidend den richtigen Rasen zu säen. Die richtige Mischung sollte zu 10 bis 15 Prozent die Grassorte „Lägerrispe“ enthalten. Darüber hinaus sollte der Rasen im Schatten nicht zu kurz gemäht werden, sechs Zentimeter sind optimal. Im Sommer muss darauf geachtet werden, dass der Rasen gut gewässert wird. Nur auf diese Weise kann sich der Rasen gut gegen Moosbewuchs durchsetzen.

Neue Moosbilder vorbeugen

Die richtige Pflege des Rasens ist der Schlüssel für einen moosfreien Rasen. Für die richtige Pflege muss man den Rasen in der gesamten Wachstumszeit von März bis November mindestens einmal in der Woche mähen, aber nicht kürzer als vier bis fünf Zentimeter. Im Sommer sollte man rechtzeitig einen Rasensprenger aufstellen, wenn der Niederschlag ausbleibt, muss man ausreichend wässern. Wassermangel schwächt die Gräser stark und lässt den Rasen bei anhaltender Trockenheit „verbrennen“. Zudem sollte man den Rasen im Frühjahr mit organischen Langzeit-Rasendünger versorgen. Dieser hält etwas drei bis sechs Monate, sodass man in der Regel im Sommer ein weiteres Mal düngen muss. Sofern die Gräser ausreichend Nährstoffe bekommen, bilden sie einen dichten Teppich und lassen Moos im Rasen keine Chance.

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